Sonnenschutzsysteme

Sonnenschutzsysteme: Raffstores, Rollos und Jalousien

Vergleich von Temperaturniveaus in unterschiedlich gedämmten Gebäuden
Thermisches Verhalten von Gebäuden. Quelle: Wikimedia Commons, CC BY-SA

Externe Sonnenschutzsysteme

Externe Sonnenschutzsysteme sind in Bezug auf den sommerlichen Wärmeschutz deutlich wirksamer als interne Systeme, da sie die Sonnenstrahlung bereits vor dem Glas abfangen. Zu den gängigen externen Systemen zählen:

  • Raffstores: Lamellenförmige Außenjalousien, deren Lamellen sich neigen lassen. Sie ermöglichen die gleichzeitige Verschattung und Tageslichtnutzung. Bei Fassaden mit Glasflächen sind sie ein häufig eingesetztes System.
  • Außenrollos: Textile Rollos, die vor dem Fenster angebracht werden. Günstiger als Raffstores, aber weniger flexibel in der Lichtsteuerung.
  • Markisen: Textile Beschattungselemente für Terrassen und bodentiefe Fenster; horizontal ausfahrbar.
  • Feststehende Sonnenschutzlamellen: Horizontale oder vertikale Fassadenelemente aus Metall, Beton oder Holz; keine beweglichen Teile, daher wartungsarm.

Interne Sonnenschutzsysteme

Interne Systeme befinden sich auf der Raumseite des Glases. Da die Sonnenstrahlung das Glas bereits passiert hat, ist ihre Wirksamkeit für den sommerlichen Wärmeschutz begrenzt. Sie beeinflussen jedoch die Blendung und die Lichtverteilung im Raum.

  • Innenjalousien und Raffrollos: Kostengünstig und einfach montierbar; nur begrenzte thermische Wirkung.
  • Innenliegende Textilscreens: Lichtdurchlässige Materialien, die Blendung reduzieren und die solare Wärmelast mindern.
  • Verdunkelungsrollos: Für Schlafräume und Bereiche mit erhöhten Anforderungen an die Dunkelheit.

Sonnenschutzglas

Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz von Sonnenschutzglas. Hierbei werden Beschichtungen auf das Glas aufgebracht, die einen definierten Teil der solaren Strahlung reflektieren, ohne die Lichttransmission stark zu reduzieren. Relevant ist dabei der Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert): Ein g-Wert von 0,2 bedeutet beispielsweise, dass 20 % der solaren Energie in den Raum gelangt.

Normative Grundlagen

Der sommerliche Wärmeschutz ist in DIN 4108-2 geregelt, die Bestandteil der Nachweise nach Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist. Die Norm legt einen Sonneneintragskennwert (S) fest, der für verschiedene Gebäudetypen und Klimazonen eingehalten werden muss. Verschattungseinrichtungen werden dabei als Faktor in die Berechnung einbezogen.

Weiterführende Informationen

Informationen zum GEG: Gesetze im Internet – Gebäudeenergiegesetz

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